International Hepatitis E Symposium 2020

28.05. - 30.05.2020 08:30 - 12:30, Langenbeck-Virchow-Haus

Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Die Hepatitis-E-Virus-(HEV)-Infektion, eine bisher vernachlässigte Infektionskrankheit und geriet erst in den letzten zehn Jahren in den Fokus der Wissenschaft. Ursprünglich mit z.T. größeren Ausbrüchen in Ländern mit begrenzten Ressourcen assoziiert, haben jüngste Studien gezeigt, dass eine HEV-Infektion in industrialisierten Regionen auch autochthon erworben werden kann. Heute ist HEV die weltweit häufigste Ursache für eine akute virale Hepatitis. Einhergehend dazu verzeichnen die Gesundheitsbehörden einen dramatischen Anstieg der gemeldeten HEV-Fälle. Dennoch stehen wir noch am Anfang die Belastung für die öffentliche Gesundheit durch HEV-Infektionen zu verstehen und, nicht weniger wichtig, am Anfang des Erkenntnisgewinns zu deren Pathophysiologie. Wir haben in den letzten Jahren gelernt, dass HEV je nach Genotyp unterschiedliche Übertragungswege nehmen kann, entweder durch fäkale/orale (HEV-1 oder HEV-2) oder zoonotische Übertragung (HEV-3 und HEV-4); die zugrunde liegenden Mechanismen bleiben jedoch bislang unklar. Wir haben gelernt, dass eine HEV-Infektion nicht nur eine akute Hepatitis E verursacht, sondern auch zu chronischen Verläufen bei immunsupprimierten Personen führen kann. Darüber hinaus werden häufiger extrahepatische Manifestationen berichtet. Auch hier sind die Mechanismen, die für die Vielfalt der klinischen Manifestationen von HEV-Infektionen verantwortlich sind, noch wenig charakterisiert. Prävention und Behandlungsmöglichkeiten zur Bekämpfung von HEV sind eine Herausforderung, da ein wirksamer Impfstoff noch in der Warteschlange verharrt und die Off-Label-Anwendung von Ribavirin an seine Grenzen stößt. Neben diesen offenen Fragen helfen uns immer mehr neue Daten, HEV-Infektionen einschließlich ihrer Pathophysiologie, Epidemiologie und klinischen Manifestation zu verstehen. Offensichtlich sind sicher weitere, multidisziplinäre Anstrengungen erforderlich, um die Auswirkungen von HEV auf Global Health, One Health, Personalized Health/Klinik und Virologie im Detail zu charakterisieren.
Wir halten es deshalb für an der Zeit, während des "Internationalen Hepatitis E Symposiums 2020" in Berlin neue Daten auszutauschen und aktuelle Erkenntnisse zu HEV-Infektionen zu diskutieren.
Berlin ist die pulsierende Hauptstadt Deutschlands nicht nur für Jung und jung Gebliebene mit unzähligen Bars, Kneipen und Clubs, sondern auch für Kulturinteressierte mit weit über die Grenzen Berlins anerkannten Theatern, Opern, den Berliner Philharmonikern und Museen einschließlich des nahe gelegenen Freilicht Mauer-Museums. Besonders im Frühjahr und im Wonnemonat Mai ist Berlin eine atemberaubende Stadt, deren Atmosphäre in einer der vielen Straßencafés oder zahlreichen Parks und Grünanlagen genossen werden kann.
Im Namen des Organisationsteams laden wir Sie herzlich ein, in Berlin am "Internationalen Hepatitis E Symposium" im Mai 2020 teilzunehmen!
Thomas Bock (Robert Koch-Institut) & Heiner Wedemeyer (Uniklinik Essen)

Website: https://www.rki.de/SharedDocs/Termine/EN/meetings/HepE_Symposium_2020.html
Teilnahmegebühr: 190,00 €
Veranstaltungsleiter: Prof. Dr. C.-Thomas Bock

Veranstaltungsort

Langenbeck-Virchow-Haus
Luisenstraße 58/59
10117 Berlin
Berlin
Deutschland

Veranstalter

Robert Koch Institut
Seestr 10
13353 Berlin

Ansprechpartner: Prof. Dr. C.-Thomas Bock
Tel.: 030 18754 2303
E-Mail: hepe@rki.de

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