Antibiotika-Exposition und Asthma || Immunantwort nach HPV-Impfung || Globale Epidemiologie der Masern
News Netzwerk Infektiologie Nr. 34 (Juni 2020)

Immunantwort nach HPV-Impfung hält lange an

In den Niederlanden werden seit 2009 bei Mädchen prophylaktisch Impfungen gegen HPV (HPV-16 und -18) durchgeführt. Im Rahmen einer prospektiven Kohorte wurden seitdem 744 geimpfte und 294 nicht geimpfte Mädchen der Jahrgänge 1993 und 1994 nachverfolgt. Jetzt wurde untersucht, wie lange die Immunantwort nach der Impfung anhält.

Ausgewertet wurden die Ergebnisse von Vaginalabstrichen, Serumproben und die Antworten auf einen Fragebogen. Alle diese Maßnahmen wurden einmal pro Jahr durchgeführt. Im Vergleich zu den nicht geimpften Frauen waren die Antikörpertiter gegen HPV-16 und HPV-18 bei den geimpften Frauen auch noch neun Jahre nach der Impfung erhöht, nahezu 100% waren seropositiv für HPV-16 und HPV-18. Insgesamt kam es in dieser Gruppe zu 204 inzidenten und 64 persistierenden HPV-Infektionen (HPV-Typen 16, 18, 31, 33, 45, 52 und 58). Die Infektionen waren mit sexuellem Risikoverhalten und mit Rauchen (1 Jahr vor der Infektion) assoziiert, aber nicht mit den Antikörperkonzentrationen. Zwar ist ein hoher Titer zum Schutz vor Infektionen erforderlich, jedoch auch andere, individuelle Faktoren scheinen ebenfalls eine Rolle zu spielen.

Abbildung: © abhijith3747 - Fotolia.com

Toivonen L et al. Antibiotic Treatments During Infancy, Changes in Nasal Microbiota, and Asthma Development: Population-based Cohort Study. Clin Infect Dis. 2020. [Epub ahead of print]

Link zum Abstract (der Artikel ist nicht frei verfügbar)

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