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News Netzwerk Infektiologie Nr. 35 (August 2020)

Dexamethason senkt die COVID-19-assoziierte Mortalität bei beatmeten Patienten

Die weltweite RECOVERY (Randomised Evaluation of COVID-19 therapy) Studie vergleicht bei stationären Patienten verschiedene Ansätze zur Therapie von COVID-19 (darunter Dexamethason) mit der bestmöglichen Standardtherapie. Es handelt sich um eine offene, randomisierte Studie mit einem adaptiven Design. Im Rahmen dieser Studie wurden in Großbritannien insgesamt 11.500 Patienten in 176 Krankenhäusern eingeschlossen. Im Juni wurde der Dexamethason-Arm der Studie geschlossen, da das Steering Committee der Meinung war, dass die Datenlage ausreiche, um einen Vorteil für Dexamethason zu belegen.

2.104 Patienten erhielten im Rahmen einer 2:1 Randomisierung Dexamethason (6 mg/Tag, entweder oral oder als intravenöse Injektion über 10 Tage), 4.321 wurden in die Kontrollgruppe, die die Standardtherapie erhielt, aufgenommen. Die übrigen Studienteilnehmer wurden in andere Arme randomisiert.

Die 28-Tage-Mortalität im Dexamethason-Arm sank im Vergleich mit der Kontrollgruppe bei den beatmungspflichtigen Patienten um rund ein Drittel (29,0% vs. 40,7%, RR 0,65 [95% KI: 0,51 bis 0,82]; p<0.001) und um ein Fünftel bei Patienten, die lediglich zusätzlichen Sauerstoff erhielten (21,5% vs. 250%, RR 0,80 [95% KI 0,70 bis 0,92]; p=0.002). Patienten, die keine Unterstützung bei der Atmung benötigen, profitierten nicht signifikant (p=0,14).

Abbildung: © megaflopp - Fotolia.com

The RECOVERY Collaborative Group. Dexamethasone in Hospitalized Patients with Covid-19 — Preliminary Report. New Engl J Med 2020, 17. Juli 2020

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