Covid-19: klinische Merkmale || Corona Up to Date || Covid-19 Prävention
News Netzwerk Infektiologie Nr. 31 (März 2020)

Wie Coronaviren auf Oberflächen inaktiviert werden können

Welche Maßnahmen sind sinnvoll und notwendig, um das SARS-CoV-2 Virus auf Oberflächen zu inaktivieren? Wie lange bleiben die Viren auf Oberflächen infektiös? Um diese Fragen zu beantworten, haben die Autoren eine Literaturrecherche durchgeführt und die aus den SARS- und MERS-Epidemien bekannten Informationen zu Coronaviren zusammengetragen.

Humanpathogene Coronaviren können auf unbelebten Oberflächen (Glas, Metall, Plastik) für bis zu neun Tage persistieren. Bei höheren Temperaturen 30 bis 40 Grad) verkürzt sich diese Zeitspanne; liegt die Temperatur bei 4 Grad persistieren tierpathogene Coronaviren für 28 Tage oder länger. Ob eine Transmission von solchen Oberflächen stattfindet, ist bislang nicht bekannt. Angesichts der Tatsache, dass Influenza A-Viren innerhalb einer Kontaktdauer von fünf Sekunden auf die Hände übertragen werden können und dass sich Menschen im Schnitt etwa 23 mal pro Stunde ins Gesicht fassen, ist die Oberflächendesinfektion eine sinnvolle Maßnahme zur Prävention.

Eine Oberflächendesinfektion mit 62-71% Ethanol, 0,5% Wasserstoffperoxid oder 0,1% Natriumhypochlorit (unterchlorige Säure) ist in der Lage, das Virus innerhalb einer Minute auf Oberflächen zu inaktivieren.

Abbildung: © Yeongsik Im - Fotolia.com

Kampf G et al. Persistence of coronaviruses on inanimate surfaces and their inactivation with biocidal agents. Journal of Hospital Infection 104 (2020) 246e251

Link zum Artikel (frei verfügbar)

Beitrag weiterleiten


Sie möchten die News des Netzwerkes Infektiologie regelmäßig erhalten?

News bestellen

Dann tragen Sie sich hier ein - die News erscheinen 6x jährlich und sind jederzeit wieder abbestellbar.

Sie sind noch kein Mitglied im Netzwerk Infektiologie?

Mitglied im Netzwerk werden

Hier können sich infektiologisch interessierte Ärzte kostenfrei anmelden und die vielfältigen Vorteile des Netzwerkes nutzen.

News Netzwerk Infektiologie Archiv

News Netzwerk Infektiologie Nr. 39 (April 2021)
Kutane Leishmaniose || Teststrategien für die oropharyngeale Gonorrhoe || COVID-19: Antikörpernachweis und Risiko einer Neuinfektion
News Netzwerk Infektiologie Nr. 38 (Februar 2021)
Immunologisches Gedächtnis und SARS-CoV-2 || Therapie der medikamentenresistenten Tuberkulose || HIV: Risiko der chronischen Nierenerkrankung unter TDF
News Netzwerk Infektiologie Nr. 37 (Dezember 2020)
Vertrauen in Impfstoffe || HIV: Initial Efavirenz oder Integrasehemmer? || Das HIV-Kontinuum in Europa
News Netzwerk Infektiologie Nr. 36 (Oktober 2020)
Antibiotika bei Infektionen der oberen Atemwege II Doxycyclin zur Prävention der Lyme-Borreliose II Elimination von HCV
News Netzwerk Infektiologie Nr. 35 (August 2020)
COVID-19: Abstand und Masken sinnvoll || COVID-19 Therapie mit Dexamethason || Globale Epidemiologie der Tuberkulose bei Kindern
News Netzwerk Infektiologie Nr. 34 (Juni 2020)
Antibiotika-Exposition und Asthma || Immunantwort nach HPV-Impfung || Globale Epidemiologie der Masern
News Netzwerk Infektiologie Nr. 33 (April 2020)
COVID-19 - Möglichkeiten zur Reduktion des Übertragungsrisikos in der niedergelassenen Arztpraxis – Schutz von Patienten und Personal
News Netzwerk Infektiologie Nr. 32 (März 2020)
Video der Fortbildungsveranstaltung "Coronavirus-Infektion - was Ärzte wissen sollten" vom 17.03.2020
Interaktionshotline Mitglieder des Netzwerkes können hier Fragen zu Wechselwirkungen stellen.
Anzeige: