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News Netzwerk Infektiologie Nr. 42 (Oktober 2021)

Antibiotika Verbrauch weiterhin hoch

Die Fehlanwendung von Antibiotika hat über die vergangen Jahrzehnte zur Entwicklung von Resistenzen, verbunden mit Therapieversagen und erhöhter Mortalität, geführt. Ein regelmäßiges Monitoring des Antibiotika-Verbrauchs im Europäischen Wirtschaftsraum dient dazu, Veränderungen im Einsatz von Antibiotika zu verfolgen. Der Artikel fasst die Entwicklung in den Jahren von 1997 bis 2017 zusammen.

Im Jahr 2017 bestanden deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern, wenn man die DDD (defined daily dose) pro 100.000 Einwohner betrachtet. Während dieser Wert in Griechenland bei 32,15 lag, wurden in Deutschland 12,34 und in den Niederlanden nur 8,94 DDD/100.000 Einwohner verordnet. Am häufigsten wurden ß-Lactam-Antibiotika verordnet, gefolgt von Makroliden. Zwischen 1997 und 2017 wurden keine größeren Veränderungen im Antibiotika-Verbrauch insgesamt (DDD/100.000 Einwohner) registriert; lediglich die saisonalen Unterschiede wurden geringer und der Anteil der Sulfonamid- und Trimethopim-Verordnung sank zugunsten der anderen Wirkstoffgruppen.

Abbildung: © bukhta79 - stock.adobe.com

Bruyndonckx R et al. Consumption of antibiotics in the community, European Union/European Economic Area, 1997–2017. J Antimicrob Chemother, Volume 76, Issue Supplement_2, July 2021, Pages ii7–ii13, https://doi.org/10.1093/jac/dkab172

Link zum Artikel (der Artikel ist frei verfügbar und Teil eines frei zugänglichen Supplements zum Thema Antibiotika-Verbrauch)


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