COVID-19 Leitlinien || Antibiotika-Verbrauch in Europa || Reinfektion mit SARS-CoV-2
News Netzwerk Infektiologie Nr. 42 (Oktober 2021)

Leitlinie zur stationären Therapie von Patienten mit COVID-19

Schnelligkeit und Zahl wichtiger neuer Publikationen zur Corona Pandemie und der Behandlung von COVID-19 stellen eine Herausforderung für die Standardisierung der Therapie im klinischen Alltag dar. Das COVID-19 Evidence Ecosystem Project (CEOsys), ein Zusammenschluss von 20 Universitätskliniken, hat elf Empfehlungen für die Behandlung stationärer COVID-19 Patienten zusammengestellt. Acht Empfehlungen basieren auf systematischen Reviews und/oder Metaanalysen, drei weitere stellen Konsensus-Empfehlungen der Experten dar.

Auf Basis der vorhandenen Evidenz geben die Autoren eine eindeutige Empfehlung für die Behandlung mit Dexamethason und einer prophylaktischen Antikoagulation. Bei Patienten mit zusätzlichen Risikofaktoren und geringem Blutungsrisiko kann eine intensivierte Antikoagulation erwogen werden. Bei hohem zusätzlichem Sauerstoffbedarf und einem Fortschreiten der Erkrankung kann der IL-6 Antagonist Tocilizumab gegeben werden. Eine Behandlung mit monoklonalen Antikörpern kann bei einer frühen SARS-CoV-2 Infektion bei ambulanten Patienten erwogen werden. Konvaleszenten Plasma, Azithromycin, Ivermectin und Vitamin D sollten nicht in der Routinebehandlung eingesetzt werden.

Die vollständige, deutschsprachige S3-Leitlinie ist bei der AWMF abrufbar (Link).

Abbildung: © sveta - stock.adobe.com

Malin JJ et al. Key summary of German national treatment guidance for hospitalized COVID-19 patients. Infection. 2021 Jul 6:1-14. doi: 10.1007/s15010-021-01645-2.

Link zum Artikel (der Artikel ist frei verfügbar)


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