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News Netzwerk Infektiologie Nr. 24 (März 2019)

WHO: sechs infektiologische Bedrohungen unter den Top Ten

Im Rahmen der Vorstellung ihres strategischen Fünfjahresplans hat die Weltgesundheitsorganisation explizit zehn wichtige Herausforderungen benannt, die Einfluss auf das Erreichen des „Drei Milliarden-Ziels“ (jeweils für eine Milliarde mehr Menschen: Zugang zur umfassenden Gesundheitsversorgung, Schutz vor Gesundheitsnotfällen, bessere Gesundheit/Wohlbefinden) innerhalb der nächsten fünf Jahre haben.

Neben Klimawandel und Luftverschmutzung, nicht übertragbaren Erkrankungen, unsicheren Lebensbedingungen und schlechter gesundheitlicher Primärversorgung werden sechs infektiologische Bedrohungen definiert. Im Einzelnen handelt es sich um das Risiko einer globalen Influenza-Pandemie, Ebola und andere Hochrisikopathogene, Dengue und HIV. Neben diesen Infektionen wird das wachsende Risiko von Antibiotika-Resistenzen genannt. Als weitere (und vermeidbare!) Bedrohung gilt die zunehmende Impfskepsis und Impfmüdigkeit. Und dies, obwohl Impfungen einen der kosteneffektivsten Wege zur Vermeidung von Infektionskrankheiten darstellen: dank Impfungen werden pro Jahr zwischen zwei und drei Millionen Todesfälle vermieden, bei einer besseren globalen Abdeckung – so die WHO – könnten weitere 1,5 Millionen Todesfälle verhindert werden.

Abbildung: © bilderstoeckchen - Fotolia.com

Referenz: WHO: Ten threats to global health in 2019

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