HPV-assoziierte Karzinome nach Impfung || Cholera-Impfung || Das Ende von AIDS
News Netzwerk Infektiologie Nr. 17 (Mai)

Wie ist „das Ende von Aids“ finanzierbar?

Um die AIDS Epidemie bis 2030 zu beenden, müssten die vorhandenen Mittel kosteneffektiver eingesetzt werden. Mit Hilfe einer Modellrechnung (Optima HIV Modell) hat jetzt eine internationale Arbeitsgruppe untersucht, welche Anstrengungen und welche Mittel nötig wären, um dieses Ziel zu erreichen.

Dafür wurden umfassende demographische und epidemiologische Daten sowie Information zu Verhalten, Gesundheitsprogrammen und Finanzen aus insgesamt 44 Ländern genutzt; 80% der Menschen mit HIV wurden in den Berechnungen berücksichtigt. Stehen bis 2030 keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung, können zwischen 3,9 und 14 Millionen Neuinfektionen verhindert werden. Weitere 1,9 Millionen Infektionen könnten durch eine sinnvolle Umverteilung der vorhandenen Mittel verhindert werden. Insgesamt entspricht dies einer Reduktion der Neuinfektionsrate um nur 30%.

Soll jedoch die HIV-Inzidenz gegenüber 2010 um 90% gesenkt werden, wäre bis 2030 eine Verdreifachung der jetzigen Mittel notwendig: pro Jahr würden 40 Milliarden US-Dollar zusätzlich benötigt, schätzen die Autoren.

Abbildung: © ChiccoDodiFC - Fotolia.com

Referenz: Kelly SL et al. The global Optima HIV allocative efficiency model: targeting resources in efforts to end AIDS. Lancet HIV 2018; 5: e190–98. doi: 10.1016/S2352-3018(18)30024-9. [Epub 2018 Mar 11]

Link zum Artikel (die Vollpublikation ist nach Registrierung frei verfügbar)

Beitrag weiterleiten


Sie möchten die News des Netzwerkes Infektiologie regelmäßig erhalten?

News bestellen

Dann tragen Sie sich hier ein - die News erscheinen 1x monatlich und sind jederzeit wieder abbestellbar.

Sie sind noch kein Mitglied im Netzwerk Infektiologie?

Mitglied im Netzwerk werden

Hier können sich infektiologisch interessierte Ärzte kostenfrei anmelden und die vielfältigen Vorteile des Netzwerkes nutzen.

News Netzwerk Infektiologie Archiv

News Netzwerk Infektiologie Nr. 19 (September)
Aktuelle STIKO-Empfehlungen || „-statisch“ oder „-zid“ – ein Vergleich || Wie eine Influenza-Pandemie verhindern?
News Netzwerk Infektiologie Nr. 18 (Juni)
TB-Screening bei asylsuchenden Kindern || Wie zuverlässig ist HIV-Heimtestung?
News Netzwerk Infektiologie Nr. 17 (Mai)
HPV-assoziierte Karzinome nach Impfung || Cholera-Impfung || Das Ende von AIDS
News Netzwerk Infektiologie Nr. 15 (März)
Herzinfarkt und Influenza || Zika-Übertragung verhindern || Interferon bei Hepatitis D
News Netzwerk Infektiologie Nr. 14 (Februar)
Afrikanische Schweinepest || Antibiose von Blutbahninfektionen || QT-Verlängerung bei HIV-Patienten
News Netzwerk Infektiologie Nr. 12 (Dezember)
Rückgang bei den Todesfällen durch Masern || Wurminfektionen und Eosinophilie || Übertragung von resistenten Tuberkulose-Erregern
Interaktionshotline Mitglieder des Netzwerkes können hier Fragen zu Wechselwirkungen stellen.
Anzeige: