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News Netzwerk Infektiologie Nr. 43 (Dezember 2021)

Vibrio-Infektionen und Klimaerwärmung

Vibrionen bevorzugen warmes Meerwasser mit mäßigem Salzgehalt. Sie können beim Menschen Gastroenteritiden, Wund- oder Ohrinfektionen verursachen. In den heißen Sommermonaten der Jahre 2018 und 2019 war das Oberflächenwasser der Ostsee ungewöhnlich warm. Im Rahmen einer retrospektiven multizentrischen Kohortenstudie wurde der klinische Verlauf von Vibrio-Infektionen in den beteiligten Zentren untersucht.

Insgesamt wurden 63 Vibrio-Infektionen ausgewertet, die in der Mehrzahl während der Sommermonate auftraten. In 38 Fällen handelte es sich um Wundinfektionen, auch Gastroenteritiden und Pneumonien (nach Seewasser-Aspiration) wurden beobachtet. Vorherrschend waren Infektionen mit Vibrio cholerae (n=30, 48%) oder Vibrio vulnificus (n=22, 38%). Die Autoren weisen darauf hin, dass Vibrio-Infektionen aufgrund der infolge der Klimakrise steigenden Meerwasser-Temperaturen häufiger auftreten werden.

Abbildung: © Jenny Sturm - stock.adobe.com

Brehm TT et al. Heatwave-associated Vibrio infections in Germany, 2018 and 2019. Euro Surveill. 2021;26(41):pii=2002041

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