Leitlinie zur Rhinosinusitis || Herpes-Enzephalitis || Infektionsprophylaxe bei beatmeten Patienten
News Netzwerk Infektiologie Nr. 23 (Februar 2019)

Was tun bei Schnupfen oder Nebenhöhlenentzündung? Leitlinie Rhinosinusitis

Oft ist der Hausarzt der erste Ansprechpartner für Patienten mit einer Rhinosinusitis, vielfach auch der HNO-Arzt - die Leitlinie unterscheidet hier nicht, wichtig ist den Autoren lediglich der rationelle Einsatz diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen.
Die Leitlinie zur Behandlung der Rhinosinusitis bei Erwachsenen differenziert zwischen einer akuten Rhinosinusitis (ARS) mit einer Dauer von maximal 12 Wochen, einer rezidivierenden ARS (mindestens vier Episoden innerhalb von 12 Monaten) und der chronischen Rhinosinusitis (CRS).

Die Leitlinie empfiehlt bei ARS neben Nasenspülungen die Inhalation heißer Dämpfe; zusätzlich können auch Phytopräparate eingesetzt werden. Dekongestiva können ergänzend genommen werden, allerdings nicht länger als zehn Tage. Nur bei Patienten mit besonderen Risikofaktoren soll der Einsatz von Antibiotika erwogen werden. Wissenschaftliche Evidenz liegt weder für den Einsatz homöopathischer Medikamente noch für eine vermehrte Flüssigkeitsaufnahme oder eine Akupunktur vor.

Bei der CRS werden Nasenspülungen und Inhalation heißer Dämpfe empfohlen, sowie topische Kortikosteroide und möglicherweise eine längere Antibiotika-Behandlung. Auch hier ist die Evidenzlage für den Einsatz homöopathischer Medikamente oder für Phytopräparate nicht ausreichend. Dekongestiva werden bei der chronischen Rhinosinusitis nicht empfohlen.

Abbildung: © ladysuzi - Fotolia.com

Referenz: S2k-Leitlinie Rhinosinusitis

Link zur Leitlinie (frei verfügbar)

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