Naturkatastrophen und Infektionen || Tb-Medikamentenresistenz in Deutschland || Schwere Infektionen bei Psoriasis-Patienten
News Netzwerk Infektiologie Nr. 27 (August 2019)

Systemische Therapie bei Psoriasis und Risiko schwerer Infektionen

Viele Patienten mit Psoriasis erhalten eine systemische Therapie. Einer der wichtigsten Gründe für das Absetzen der neueren antipsoriatischen Medikamente ist das Auftreten von Infektionen. Hängt das Risiko davon ab, welches Medikament (Acitretin, Adalimumab, Apremilast, Etanercept, Infliximab, Methotrexat oder Ustekinumab) eingesetzt wird? Im Rahmen einer US-amerikanischen Kohorten-Studie wurde dieser Frage anhand der Daten von mehr als 100.000 Patienten nachgegangen.

Primärer Endpunkt der Kohortenanalyse war eine schwere Infektion, die im Krankenhaus behandelt werden musste (Pneumonie, Meningitis/Encephalitis, Bakteriämie/Sepsis sowie weitere schwere Infektionen). Im Vergleich mit Methotrexat war das Risiko einer schweren Infektion unter Apremilast (Hazard Ratio [HR], 0,50; 95% Konfidenzintervall [KI], 0,26-0,94), Etanercept (HR, 0,75; 95% KI, 0,61-0,93) und Ustekinumab (HR, 0,65; 95% KI, 0,47-0,89) signifikant vermindert. Acitretin, Adalimumab und Infliximab unterschieden sich nicht von Methotrexat. Die Autoren empfehlen, bei der Auswahl einer systemischen Therapie zur Behandlung der moderaten bis schweren Psoriasis das Risiko für Infektionen zu berücksichtigen.

Abbildung: © aninna - Fotolia.com

Dommasch ED et al. Risk of Serious Infection in Patients Receiving Systemic Medications for the Treatment of Psoriasis. JAMA Dermatol. Published online May 10, 2019.

Link zum Abstract (Artikel nicht frei verfügbar)

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