Nierenmonitoring bei PrEP || STIKO zur Grippeimpfung || HIV-Resistenz in weniger entwickelten Länden
News Netzwerk Infektiologie Nr. 13 (Januar)

Präexpositionsprophylaxe: wie oft sollte die Nierenfunktion kontrolliert werden?

Eine HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) mit Tenofovir DF und Emtricitabin (TDF/FTC) ist seit August 2016 in Europa zugelassen. Die Frage, wie oft bei gesunden Personen, die TDF im Rahmen einer PrEP kontinuierlich einnehmen, die Nierenfunktion überprüft werden sollte, ist bisher nicht eindeutig beantwortet.

Zur Klärung dieser Frage wurden die Daten von 5.358 Personen aus zwei Studien zur PrEP, die in Kenia und Uganda durchgeführt wurden, ausgewertet. Die meisten Studienteilnehmer waren jünger als 45 Jahre, ein Drittel waren Frauen und bei 21% lag die Kreatinin-Clearance zu Studienbeginn zwischen 60 und 90 mL/min. Innerhalb des Beobachtungszeitraums von 24 Monaten brachte eine dreimonatliche Bestimmung der Clearance bei der Detektion von Nierenfunktionsstörungen (definiert als Kreatinin-Clearance <60 mL/min oder Anstieg des Serumkreatinins um mehr als das 1,5fache) keinen Vorteil gegenüber einer Bestimmung alle sechs Monate.

Abbildung: © mbruxelle - Fotolia.com

Referenz: Mugwanya K et al. Frequency of monitoring kidney function in HIV-uninfected persons using daily oral tenofovir disoproxil fumarate pre-exposure prophylaxis. JAIDS Journal of Acquired Immune Deficiency Syndromes: Post Acceptance: November 06, 2017 [epub ahead of print]
doi: 10.1097/QAI.0000000000001575

Link zum Abstract (die Vollpublikation ist nicht frei verfügbar)

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