Tetanus in Europa || Langfristige Effekte der HPV Impfung || Impf-Bedenken und wissenschaftliche Evidenz
News Netzwerk Infektiologie Nr. 28 (Oktober 2019)

Impfstoff Sicherheit: Kontroversen und Mythen mit Fakten entgegnen

Bedenken zur Sicherheit von Impfstoffen können zur verminderten Akzeptanz von Impfungen und dem Wiederauftreten von vermeidbaren Infektions-Erkrankungen führen. Was ist dran an den Vorbehalten und Warnungen gegen Impfungen? Wo findet man die wichtigsten Fakten kurz zusammengefasst? Wissenschaftler des US CDC (Centers for Disease Control and Prevention) und des Kinderkrankenhauses in Philadelphia, USA haben sieben häufig genannte Kontroversen - darunter die Gefahr von Autismus oder Auto-Immunerkrankungen sowie Aluminium in Impfstoffen - und die entsprechenden relevanten Fakten zusammengefasst.

Besorgte Eltern äußern oft Bedenken zu Impfungen ihrer Kinder; bei einer Online Recherche stoßen sie schnell auf vermeintliche Tatsachen, die gegen das Impfen sprechen. Einige dieser Themen werden nun in übersichtlicher tabellarischer Form, mit den entsprechenden Referenzen, zusammenfassend diskutiert und entkräftet. Die MMR-Impfung und auch das Konservierungsmittel Thimerosal sind nicht mit Autismus oder neurologischen Entwicklungsstörungen assoziiert. Das Auftreten eines Guilain-Barre Syndroms (GBS) ist zwar mit der Influenza-Impfung verbunden, aber die Influenza selber trägt ein deutlich größeres Risiko für das GBS. Auch gibt es keine Evidenz dafür, dass Auto-Immunerkrankungen durch die HPV-Impfung oder durch Aluminium induziert werden. Wer sich rasch einen Überblick zu diesen Themen verschaffen möchte, sollte sich diesen Artikel als Referenz herunterladen.

Abbildung: © kerkezz - Fotolia.com

DeStefano et al., Principal Controversies in Vaccine Safety in the United States., Clin Infect Dis. 2019 Feb 12. doi: 10.1093/cid/ciz13

Link zum Artikel (frei verfügbar)

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