Orale Therapie der Schlafkrankheit || HIV-Medikamentenresistenz || Malaria in Deutschland
News Netzwerk Infektiologie Nr. 22 (Januar 2019)

Schlafkrankheit – Neue orale Behandlung empfohlen

In der Regel führt die durch die Tsetsefliege übertragene Schlafkrankheit (Humane Afrikanische Trypanosomiasis, HAT) ohne Behandlung zum Tod. Etwa 65 Millionen Menschen im südlichen Afrika sind von dieser, durch Trypanosoma brucei gambiense ausgelösten, Parasitose gefährdet. Nun hat die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) ein positives wissenschaftliches Gutachten zu Fexinidazol erstellt - der ersten oralen, einmal täglichen Therapie zur Behandlung der Schlafkrankheit.

In klinischen Studien, die in der Demokratischen Republik Kongo und der Zentralafrikanischen Republik durchgeführt wurden, erwies sich die zehntägige Fexinidazol-Therapie der HAT als hoch wirksam und sicher – sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern. Die Ergebnisse zeigten auch, dass Fexinidazol Krankenhausaufenthalte überflüssig machen und die Anzahl der diagnostischen Lumbalpunktionen reduzieren kann.

Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt wurde von DNDi und Sanofi durchgeführt und von Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Norwegen, Spanien, der Schweiz und Großbritannien sowie von privaten Geldgebern wie der Bill & Melinda Gates Foundation und Ärzte ohne Grenzen unterstützt.

Abbildung: © fotovapl - Fotolia.com

Referenz: Presseerklärung DNDi: Die Europäische Arzneimittel-Agentur empfiehlt Fexinidazol, die erste ausschließlich orale Behandlung gegen die Schlafkrankheit (frei verfügbar)

Link zur DNDi Presse Erklärung

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